Für all diejenigen, die “Sahraouiya” nicht kennen, hierbei handelt es sich um einen Orientierungslauf für Frauen der bereits zum 4. Mal in Dakhla in Marokko stattgefunden hat. Das Rennen besteht aus 5 Etappen mit den Disziplinen Orientierungslauf (17 km), Kajakfahren (6 km), Laufen und Radfahren (66 km). In diesem Jahr nahmen vom 3. bis zum 10. Februar 70 Frauen aus unterschiedlichen Ländern an dem Rennen teil. Alle Frauen gehören verschiedenen Nichtregierungsorganisationen an, die das Geld für ihre Vereinigungen aufbringen.

Sahraouiya fördert nicht nur Dakhla als Sportdestination, sondern auch Frauen durch Sport und Solidaritätsaktivitäten. Sahraouiya unterstreicht die Wichtigkeit der Unterstützung von Programmen, die Frauen und Mädchen im Sport ermutigen.

 

 

Außerdem gab es eine bestimmte Gruppe von Frauen, die in Dakhla überraschten und selber erfreut waren am Rennen teilzunehmen: Sahraoui-Frauen. Salka Bouchama (44) aus Guelmin, ist eine Sahraoui-Frau (sie lebt in der Sahara). Sie hat 6 Kinder, wiegt 120 kg, hat noch nie Sport in ihrem Leben gemacht und sie hat das Sahraouiya Rennen beendet. In diesem Interview spricht sie über ihre Erfahrungen.

TR: Warum hast du dich dazu entschieden, am Rennen teilzunehmen?

SB: Ich habe noch nie in meinem Leben Sport gemacht, also wollte ich wissen, was ich im Sport machen kann. Also nahm ich meine 17-jährige Tochter Wafa mit, um ein Team zu bilden. Sie hat mir in den schwierigsten Momenten während des Rennens geholfen und mich unterstützt, daher bin ich sehr froh, dass ich sie die ganze Zeit an meiner Seite hatte.

 

 

TR: Was denkst du über andere Frauen, die an diesem Rennen teilnehmen?

SB: Der erste Eindruck war schockierend. Sie waren so fit, vorbereitet und trainierten vor dem Rennen. Sahraoui Frauen machen nicht viel Sport, also war für mich das Wichtigste das Rennen zu beenden und ich habe es geschafft!

 

 

TR: Was hast du von Sahraouiya gelernt?

SB: Wir waren die ersten Leute aus Guelmin, die an dieser Veranstaltung teilnahmen. Ich wollte ein Vorbild für andere Frauen aus meiner Region sein. Um zu zeigen, dass wenn wir etwas wollen, es auch tun können!

Ich bin Mitglied der Vereinigung “Femme Wadnoun”, sie unterstützt Frauen, die Probleme mit Scheidungen oder Behinderungen haben oder ein Kind möchten. Also nahm ich an Sahraouiya teil, um meinen Verein zu unterstützen und zu zeigen, dass wir umsetzen können, was wir in unserem Leben wollen, ALLES IST MÖGLICH. Das war das Erste, was ich auf der Veranstaltung gelernt habe, sowie die Freundschaft und Solidarität von anderen Frauen aus Marokko, Afrika und anderen Ländern.

TR: Was war der schwierigste Moment während des Rennens?

SB: Ich denke, die Nacht war der schwierigste Teil des Rennens. Ich verlor das Gleichgewicht und fiel von der Düne. Aber das hat mich nicht davon abgehalten das Nachtrennen zu beenden.

 

 

TR: Was war der beeindruckendste Moment?

SB: Ich kann nicht schwimmen und ich bin gerade zwei Mal in meinem Leben Kajak gefahren. Überraschenderweise kam ich beim Kajakrennen gemeinsam mit meiner Tochter als Fünfte an.

TR: Wie fühlst du dich nach dem Rennen und was wirst du mit nach Hause nehmen?

SB: Ich fühle mich als Gewinner, weil ich das Rennen beendet habe. Die Motivation anderer Teilnehmer hat mir geholfen, das Rennen nicht aufzugeben und schlussendlich zu beenden.

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